Die Seeschlacht von Gangut

Freitag, 24. Oktober 2014 14:00

Am 27.  Juli 2014 erschien in Russland ein Briefmarkenblock, der dem 300. Jahrestag der Schlacht von Gangut gewidmet ist. Abgebildet ist ein Gemälde von Maurice Baquoi, das sich in der Ermitage in Sankt Petersburg befindet.

Ganggut-Briefmarke-2014

Die Schlacht fand im Rahmen des Großen Nordischen Krieges statt. Gangut ist die russische Bezeichnung für den finnischen Ort Hanko. Da die Schlacht im Rilaxfjord ausgetragen wurde, ist sie auch unter diesem Namen in den Geschichtsbüchern zu finden. Im Großen Nordischen Krieg von 1700 bis 1721 ging es um die Vorherrschaft im Ostseeraum. Nach dem Dreißigjährigen Krieg hatte Schweden große Gebiete erhalten, so auch viele der deutschen Ostseehäfen. Schweden wurde dadurch zur führenden Großmacht Nordeuropas.

Peter I. (1672 – 1725) wollte Russland zu einer Großmacht machen. Dazu brauchte er aber den Zugang zu den Meeren, sowohl im Süden seines Landes als auch im Norden. Durch die Gründung von St. Petersburg sollte Russlands Tor zum Westen geöffnet und ein Seeweg über die Ostsee geschaffen werden. Doch dem widersetzte sich Schweden und so kam es zum Großen Nordischen Krieg. Die Kampfhandlungen erstreckten sich über fast alle Länder Nord- und Osteuropas, denn mit Dänemark – Norwegen und Polen – Sachsen standen weitere europäische Mächte Schweden gegenüber. So wundert es nicht, dass viele der Auseinandersetzungen in Polen stattfanden. Der junge schwedische König Karl XII. (1682 – 1718) konnte sogar bis in die heutige Ukraine vordringen und wollte Moskau belagern. Eine Wende zu Gunsten Russlands trat erst nach der Schlacht von Poltawa 1709 ein, in der das durch Kosaken verstärkte russische Heer Schweden vernichtend schlagen konnte. Weiterlesen …

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Kugelprimel für Auslandssendungen

Donnerstag, 23. Oktober 2014 19:59

Die Kugelprimel klebt künftig auf Auslandssendungen.

Die Kugelprimel klebt künftig auf Auslandssendungen.

Ein paar Tage mussten wir warten, bis auch eine Abbildung der neuen Dauermarke für Standardbriefe und Postkarten ins Ausland vorlag. 80 Cent kosten die Sendungen ab 1. Januar 2015. Auf der Marke sehen wir die Kugelprimel. Wann sie an die Schalter kommt, ob am 4. Dezember oder Anfang Januar 2015, ist noch nicht bekannt. Rätsel werfen zwei weitere Marken auf, deren Hintergründe die DBZ-Redaktion derzeit zu ergründen versucht. Mehr dazu hoffentlich demnächst in der Deutschen Briefmarken-Tageszeitung.

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„Herbstliche Grüße“

Donnerstag, 23. Oktober 2014 10:00

Ein Markenheftchen „Herbstliche Grüße“ hat der private Postdienstleister Citipost passend zur aktuellen Jahreszeit aufgelegt. Das Porto ist für einen Standardbrief, der 10er Markenbogen umfasst fünf verschiedene Motive. Die selbstklebenden Marken sind in einer Auflage von 6.000 Stück erschienen, seit dem 20. Oktober in allen teilnehmenden Service Points erhältlich und können zudem unter www.citipost.de bestellt werden. Briefmarken anschauen…

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Daniel Boone: Pionier und Legende

Mittwoch, 22. Oktober 2014 8:00

US-Briefmarke Daniel Boone

In Amerika kennt ihn jedes Schulkind als einen der bedeutendsten Pioniere des Landes: Daniel Boone. Der am 22. Oktober 1734 geborene Trapper und Jäger stammte aus einer Quäker-Gemeinde in Pennsylvania. Doch bereits 1753 hatte Boones Familie am Rande der Wildnis von North Carolina eine neue Heimat gefunden. Im Tal des Yadkin River startete der junge Mann begeistert seine ersten Streifzüge in die umliegenden Wälder. Dabei erwies er sich als talentierter Jäger und treffsicherer Schütze. Bald vermochte er seine Familie durch den Verkauf von Fellen finanziell zu unterstützen. Weiterlesen …

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Illustrierte Korrespondenzen 1900 bis 1936

Dienstag, 21. Oktober 2014 11:00

Die Postkarte als vitales Medium der Alltagskultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Die Herbstausstellung des Wiener Photoinstitutes Bonartes, die heute um 19 Uhr eröffnet wird, beleuchtet die zahlreichen unterschiedlichen Aspekte des Phänomens Postkarte. Sie thematisiert die Materialität dieses Massengutes, das als direkter Vorläufer der heute üblichen immateriellen Kommunikationsmedien gedacht werden muss, aber auch das Faszinosum, das die Postkarte auf Sammler ausübte und ausübt. Es geht um illegale Raubkopien, künstlerische Strategien oder neue Geschäftsmodelle – die gesellschaftliche Relevanz der kleinen Bilder ist kaum zu überschätzen. Die Postverwaltung erfand die Postkarte, um ein einheitliches Format durchzusetzen, das kurze Mitteilungen zu billigen Tarifen expedieren konnte. Doch die Benützer zeichneten und klebten Bilder darauf. Damit initiierten sie eine erstaunliche Erfolgsgeschichte um 1900: Millionen Stück illustrierter Postkarten wurden allein in Österreich hergestellt, verkauft, geschrieben und verschickt – und landeten oft in aufwendig gestalteten Sammelalben.

Postkarte

© Verlag Leopold Weil, Karlsbad/Karlovy Vary: »Karlsbad. S. k. u. k. Hoheit der Erzherzog Eugen während der Frühpromenade beim Mühlbrunnen«, Autochromdruck, gelaufen 1904 von Karlsbad / Karlovy Vary nach Wien, Familienarchiv Schaukal

Bei 6 bis 7 täglichen Postzustellungen in Wien etablierte sich so ein neuer kommunikativer Stil. Man sandte einander nicht nur Urlaubsgrüße oder Geburtstagswünsche, sondern tauschte aktuelle Nachrichten, verabredete sich und dankte für erhaltene Briefe.

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Jubiläum in Prag

Montag, 20. Oktober 2014 9:00

Tschechischer Sonderstempel zur 50. Ausstellung der BriefmarkenherstellungAus großen Augen schaut er den Betrachter an. Statt einem Mund hat der Designer ihm eine Briefmarke verpasst. Die Abbildung kann doch nur einen philatelistischen Hintergrund haben.

Genau so sieht der tschechische Sonderstempel zur 50. Ausstellung der Briefmarkenherstellung aus, die vom 13. bis 15. Oktober in Prag stattfindet.

Wollen Sie diesen erwerben, schicken Sie ihren mit 25 Kc freigemachten Beleg bis zum 25. Oktober an pošta 110 00 Praha 1, Czech Republic.

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Neue Blumen-Werte

Samstag, 18. Oktober 2014 18:09

Kurz vor Weihnachten bringt die Deutsche Post eine Pfingstrose an die Schalter. Die Pfingstrose ziert die neue Dauermarke zu 62 Cent, die nach der Portoerhöhung vom 1. Januar den Standardbrief freimacht. 85 Cent kostet dann der Kompaktbrief. Auf der dazugehörigen Dauermarke ist die Weiterlesen …

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Nur in Berlin verwendet

Samstag, 18. Oktober 2014 9:00

150 Jahre Telegrafen Marken in Preußen

Vor 150 Jahren wurden von der Königlichen Telegraphen-Direction in der Telegrafen-Station Berlin Börse Telegrafen-Marken herausgegeben, mit denen aufzugebende Telegramme im voraus freigemacht werden konnten. Belegt wird die Erstausgabe dieser Marken durch eine Bekanntmachung der Königlichen Telegraphen-Direction vom 11. Juni 1864.

Die am 15. Juni 1864 erstmalig ausgegebenen Telegrafen-Marken zu 8, 10, 12 und 15 Silbergroschen sind heute sehr selten und in der Regel nur ungebraucht erhalten. Nur wenige gestempelte Exemplare sind erhalten, wie unter anderem in Artikeln in den Preußen-Studien von P. Gaefke und T. Fritsch belegt wurde. In seinem Buch „Klassische Berliner Postgeschichte“ erwähnte Walter Kruschel die Abstempelung der Telegrafen-Marken mit dem Einkreis-Stempel Berlin B(örse). Die hier vorgestellten Abbildungen der Telegrafen-Marken stammen aus dem Auktionskatalog der 23. Gärtner-Auktion. Auffällig ist bei den Marken, dass die ursprünglich dunkelgraue bzw. schwarze Farbe … heute ins Bräunliche gewechselt ist.

Telegrafenmarken

Abbildung der Telegrafen-Marken (1. Ausgabe von 1864) aus dem Auktionskatalog der 23. Gärtner-Auktion.

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Neues vom Prüferbund

Freitag, 17. Oktober 2014 9:40

Der BPP (Bund Philatelistischer Prüfer) meldet:
Till Neumann, Bremen, verlängert die Unterbrechung seiner Prüftätigkeit bis zum 30. September 2015. Für das Prüfgebiet Bremen steht Claus Heitmann (Dachauer Straße 111, 80335 München, Tel. 089 / 54356774, claus.heitmann@t-online.de) zur Verfügung.

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Für Bücherwürmer und Philatelisten

Freitag, 17. Oktober 2014 9:30

Finnischer Sonderstempel zur Briefmarkenmesse in Helsinki 2014Nächste Woche treffen in der finnischen Hauptstadt Briefmarkensammler und Bücherwürmer aufeinander. Die Buchmesse in Helsinki lockt jährlich bis zu 100 000 Besucher an. Das sieht der finnische Philatelistenverein Aihefilatelisteilla als große Chance. Zum 60-jährigen Jubiläum der Briefmarkenorganisation haben sich die Mitglieder etwas Besonderes ausgedacht. Sie wollen die Buchmesse nutzen, um ihr Hobby einer breiten Masse nahe zu bringen. Weiterlesen…

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