Symbol der Freiheit und des Friedens

Mittwoch, 30. Juli 2014 8:00

luxemburgischer Sonderstempel zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren„Der Kaiser hat die allgemeine Mobilmachung angeordnet.“ Das verkündete die Frankfurter Zeitung am zweiten August 1914. Eine Vielzahl junger Leute feierte an diesem Tag die deutsche Mobilmachung, indem sie singend durch die Straßen zogen. Vier Jahre später, als der Krieg endlich zu Ende ging, war die Stimmung in Deutschland, Europa und der ganzen Welt eine ganz andere.
Eine der ersten Kriegshandlungen der deutschen Truppen war die Besetzung der Stadt Luxemburg am 2. August 1914. Das Land war bis zum Ende des Krieges besetzt und spürte so vier Jahre lang die Schrecken des Krieges am eigenen Leib. Ein Teil des deutschen Nachschubes zog quer durch das Land. Die Bevölkerung hungerte, da man Vorräte nach Lothringen verkaufte. Mütter hörten das Kriegstreiben in Verdun mit ihren eigenen Ohren und beteten für ihre Söhne, die sich freiwillig zur französischen Fremdenlegion gemeldet hatten. 1916 hatte sich schließlich eine breite soziale Bewegung gebildet. 1917 folgten Streiks, die von der deutschen Reichswehr blutig niedergeschlagen wurden. Weiterlesen…

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Neues vom Prüferbund

Dienstag, 29. Juli 2014 18:36

Der Bund Philatelistischer Prüfer (BPP) meldet:
Tilo Rismondo unterbricht seine Prüftätigkeit ab 1. August bis 31. Dezember 2014. Für das Prüfgebiet Österreich 1850 bis 1867 steht Arnold Goller zur Verfügung (9640 Kötschach 283, Österreich, Tel. 0043 / 664 / 9110174, bm-sachverst.goller@gmx.at, www.arnoldgoller.com).
Klaus Irtenkauf hat eine neue E-Mail-Adresse: k.irtenkauf@kabelbw.de (Ekkehardstraße 3, 88046 Friedrichshafen, Tel. 07541 / 35286; Prüfgebiet: Württemberg MiNr. 1 bis 43).

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Der verheimlichte Drehbuchautor

Dienstag, 29. Juli 2014 9:00

Briefmarke zum 100. Geburtstag von Erich Kästner, MiNr. 2035, 1999

„Es gibt nichts Gutes – außer man tut es“. Das bekannte Zitat stammt aus der Feder von Erich Kästner, dem heute vor 40 Jahren verstorbenem Schriftsteller, der insbesondere für seine Kinderbücher „Emil und die Detektive“, „Das doppelte Lottchen“, „Pünktchen und Anton“ und „Das fliegende Klassenzimmer“ populär wurde. Zumindest bei den Kindern, die wir alle auch einmal waren. Die Kinderromane, bereits ab den 1930er-Jahren veröffentlicht, sind auch heute noch auf zahlreichen Nachttischschränkchen in Kinderzimmern auf der ganzen Welt zu finden. Weiterlesen …

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Absolute Unterordnung – Der Mensch als Werkzeug des Krieges

Montag, 28. Juli 2014 9:00

Als nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo am 28. Juni 1914 die europäischen Mächte konzertant mit den Säbeln rasselten, machte sich in den Köpfen zahlreicher Entscheider die Versuchung breit. Man begann abzuwägen, welche Chancen die angespannte Situation bereit hielt. Man gab sich der Illusion hin, es gäbe etwas zu gewinnen. Die österreichische Doppelmonarchie sah die Gelegenheit, den südwärts gelegenen Unruheherd Serbien auf dem Balkan ein für alle Mal auszulöschen. Russland hatte sich dem Dreikaiserbündnis der napoleonischen Ära längst entzogen und stand nach der als Niederlage empfundenen Balkanlösung des Berliner Kongresses im Sommer 1878 in grimmiger Opposition zum Habsburger Kaiserreich. Nach wie vor hoffte der Zar, über einen russisch beherrschten Balkan Zugang zum Mittelmeer zu gewinnen. Russlands Verbündeten Frankreich schmerzten noch die seelischen Wunden, die es mit der Niederlage gegen Deutschland 1871 erlitten hatte. England hatte prinzipiell überhaupt kein Interesse an einem Krieg, doch befand es sich durch das Flottenwettrüsten mit dem Deutschen Reich in einer angespannten Lage, galt es doch, die unbedingte Seeherrschaft aufrecht zu halten. Global stand Großbritannien tatsächlich eher mit dem russischen Expansionismus in Asien im Konflikt. Was aber war mit Deutschland?

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Postkarte mit Orginalfoto der kriegsbereiten Jugend aus Hamburg vom 11. August 1914.

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Sonderstempel zur luxemburgischen „Tour de France”

Samstag, 26. Juli 2014 9:00

luxemburgischer Sonderstempel zur Gala Tour de France am 03. August 2014Morgen fahren die Teilnehmer die letzten 137 Kilometer, bis sie in der Champs-Élysées in der französischen Hauptstadt ankommen. An 21 Wettkampftagen legten die Rennradfahrer 3664 Kilometer zurück. Zeit zum Verschnaufen blieb ihnen kaum, waren doch nur zwei Ruhetage für die Tour vorgesehen.

Das größte Radsport-Ereignis des Jahres geht damit heute zu Ende. Doch nicht für die Luxemburger.  Morgen in einer Woche, sieben Tage nach der Ankunft in Paris, lädt der Radsportverein ACC Contern die Helden der Tour de France, der drittgrößten Sportveranstaltung überhaupt, zur Gala-Rundfahrt nach Luxemburg ein. Bereits seit 1996 haben Fans so die Gelegenheit, ihre Radsportstars nochmals hautnah zu erleben. Das Schaurennen findet wie im Jahr zuvor in Esch-Alzette statt. Weiterlesen…

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Diktator wider Willen?

Freitag, 25. Juli 2014 10:00

Engelbert Dollfuß Briefmarke, MiNr. 588, 1936Heute vor 80 Jahren wurde der österreichische Politiker und Diktator Engelbert Dollfuß durch einen Putschversuch von österreichischen Nationalsozialisten im Wiener Bundeskanzleramt ermordet. Um es kurz zu machen: Große Trauer wird man diesbezüglich heute kaum mehr verorten. Dollfuß war zwar kein Nazi im eigentlichen Sinne – tatsächlich stand er der nationalsozialistischen Ausrichtung Hitlerdeutschlands skeptisch gegenüber – aber als ausgeprägter Antisemit lehnte er auch einen Rechtsstaat, pluralistisches Denken und Demokratie per se vollständig ab. Man mag es dem nur 1,51 m kleinen Mann vielleicht nachsehen. Viele historische Männer seiner Statur wollten Größe in anderer Form zeigen – durch ihre persönliche Macht und die damit verbundene Ohnmacht der anderen. Der Archetyp dürfte wohl Napoleon sein, nach dem auch die Bezeichnung für solch akzentuiertes Verhalten benannt ist: der Napoleon-Komplex. So lässt es sich zumindest für manche Menschen psychologisch ableiten, woher diese ausgeprägte Geltungssucht und Machtgier rührt. Weiterlesen …

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„Lindauer Bote“ auf Ganzsache

Freitag, 25. Juli 2014 8:00

Ein neuer Umschlag mit Wertstempel „Lindauer Bote“

Ein neuer Umschlag mit Wertstempel „Lindauer Bote“.

Pünktlich zur großen Aktion zum „Lindauer Boten“ kommt am 27. September eine neue Blankoganzsache an die Schalter. Den Umschlag ziert ein Wertstempel im Muster der bereits am 1. September ausgegebenen Sondermarke. Die linke Seite des Kuverts ist unbedruckt, damit beispielsweise philatelistische Vereine ihre eigenen Ganzsachen herstellen können.
In Heft 17/2014 Ihrer DBZ finden Sie alle wichtigen Daten zu der Ausgabe. Ab 8. August liegt das Heft im Bahnhofsbuchhandel aus. Abonnenten sind zu dem Zeitpunkt bereits informiert, da sie ihr Heft zwei, drei Tage zuvor erhalten. Den Zeitvorteil begleitet ein finanzieller: Statt 3,90 Euro kostet jedes Heft nur 2,90 Euro.

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„Der kleine Prinz“ selbstklebend

Donnerstag, 24. Juli 2014 16:51

Der kleine Prinz besucht Asteroid B.612

Der kleine Prinz besucht Asteroid B.612

Am 1. September erscheint neben der nassklebenden Sondermarke „Der kleine Prinz“ auch ein Heftchen mit zehn selbstklebenden Werten. Das teilte die Deutsche Post mit. Sie stuft das Heftchen als Promotion-Set ein.
Alle wichtigen Daten zu dem Heftchen finden Sie in Heft 17/2014 Ihrer DBZ. Es kommt am 8. August in den Bahnhofsbuchhandel. Abonnenten erhalten es planmäßig zwei, drei Tage zuvor. Sie sind schneller informiert und sparen zudem einen Euro pro Heft.


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Morgen neu: DBZ 16/2014

Donnerstag, 24. Juli 2014 8:00

DBZ 16 2014 Titel„Nie wieder Krieg“, heißt es auf der aktuellen Sondermarke zum Gedenken an die Entfesselung des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Im Titelthema der neuen DBZ beschreibt Jan Sperhake anschaulich, wie der Mensch zum Werkzeug des Krieges wurde. Eines Krieges, der auf deutscher Seite der eher absurden Situation entsprang, dass man nichts zu gewinnen, aber alles zu verlieren hatte und sich in den Vorkriegsjahren der Paranoia einer Umzingelung durch Frankreich und Russland ergab. Ein schwieriger Charakter auf dem Thron und ein mächtiger Militärapparat taten das Ihrige. Weiterlesen …

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„… ich liebe meine Frau“

Mittwoch, 23. Juli 2014 8:00

Heinrich Lübke auf Briemarke, MiNr. 1158, 1982Bundespräsidenten sind ein beliebtes Motiv für Briefmarken, auch wenn die einzelnen Präsidenten mal mehr, mal weniger präsidial in ihren Äußerungen und Handlungen sind. Man erinnere sich nur an die verbalen Fettnäpfchen von Heinrich Lübke, der ein Auditorium in Liberia angeblich mit „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger, …“ begrüßte… Die jüngsten Präsidentenbesetzungen waren bereits im Vorfeld der Präsidentenwahlen skandalös. Während das Satiremagazin Titanic die parteitaktischen Spielchen mit einem eigenen Vorschlag für Roberto Blanco als Kandidaten mit der auf Lübke abzielenden Titelzeile „Warum nicht mal ein Neger…?“ kommentierte, wurde dann doch 2004 Horst Köhler Bundespräsident. Dieser trat dann aber nach seinen missverständlichen Äußerungen zum kriegerischen Schutz wirtschaftlicher Interessen zurück; er empfand die mangelnde Rückendeckung durch seine Regierungspartei unerträglich. Der 2010 folgende Christian Wulff wurde nicht zuletzt auch wegen seiner Salamitaktik, mit der er Informationen zu privaten Krediten und vermeintlichen Bevorteilungen preisgab, zum unvermeidlichen Rücktritt gedrängt. Mit Joachim Gauck ist die Republik wieder in ruhigeres Fahrwasser eingetreten. Seine Lobpreisung der Freiheit und der Verantwortung scheinen überlegt und wahrlich präsidial. Weiterlesen …

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