„… ich liebe meine Frau“

Mittwoch, 23. Juli 2014 8:00

Heinrich Lübke auf Briemarke, MiNr. 1158, 1982Bundespräsidenten sind ein beliebtes Motiv für Briefmarken, auch wenn die einzelnen Präsidenten mal mehr, mal weniger präsidial in ihren Äußerungen und Handlungen sind. Man erinnere sich nur an die verbalen Fettnäpfchen von Heinrich Lübke, der ein Auditorium in Liberia angeblich mit „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger, …“ begrüßte… Die jüngsten Präsidentenbesetzungen waren bereits im Vorfeld der Präsidentenwahlen skandalös. Während das Satiremagazin Titanic die parteitaktischen Spielchen mit einem eigenen Vorschlag für Roberto Blanco als Kandidaten mit der auf Lübke abzielenden Titelzeile „Warum nicht mal ein Neger…?“ kommentierte, wurde dann doch 2004 Horst Köhler Bundespräsident. Dieser trat dann aber nach seinen missverständlichen Äußerungen zum kriegerischen Schutz wirtschaftlicher Interessen zurück; er empfand die mangelnde Rückendeckung durch seine Regierungspartei unerträglich. Der 2010 folgende Christian Wulff wurde nicht zuletzt auch wegen seiner Salamitaktik, mit der er Informationen zu privaten Krediten und vermeintlichen Bevorteilungen preisgab, zum unvermeidlichen Rücktritt gedrängt. Mit Joachim Gauck ist die Republik wieder in ruhigeres Fahrwasser eingetreten. Seine Lobpreisung der Freiheit und der Verantwortung scheinen überlegt und wahrlich präsidial. Weiterlesen …

Thema: Deutschland | Kommentare (0)

Opferhilfe nach Flutkatastrophe

Dienstag, 22. Juli 2014 10:30

Rotes Kreuz Sonderstempel KroatienDutzende von Todesopfern und milliardenhohe Schäden waren im Mai in Kroatien, Bosnien und Serbien zu beklagen. In der DBZ 14/2014 berichteten wir auf den Seiten 80 bis 81 über Flutkatastrophen und die damit einhergehende Opferhilfe. Besonders rückten wir dabei die schweren Überschwemmungen, die die Save im Mai 2014 in den Regionen der Balkanländer mit sich brachte, in den Fokus.
Die kroatische Post erinnert am 1. August mit einem Sonderstempel an die Opfer und den Einsatz der Helfergruppen nach den schweren Überflutungen. Weiterlesen…

Thema: Europa & Übersee | Kommentare (0)

Gewinnspiel: Wir suchen Ihre Belege zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014!

Montag, 21. Juli 2014 14:55

Auf große Nachfrage stieß die von der Deutschen Post AG aufgelegte Briefmarke zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. So groß war die Nachfrage, dass die Marken an etlichen Schaltern kurzfristig ausverkauft waren. Mittlerweile dürften sie aber wieder überall zu bekommen sein. Und das ist auch gut so, denn die Marke benötigen Sie möglicherweise, um einen entsprechenden Fußball-Beleg zu kreieren. Wir suchen nämlich die schönsten Belege zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014, egal ob aus dem In- oder Ausland, und rufen unsere Leser auf, uns Abbildungen ihrer Belege einzusenden. Weiterlesen …

Thema: Deutschland | Kommentare (0)

Wozu überhaupt diese Malerei?

Montag, 21. Juli 2014 10:00

Französische Briefmarke ausgegeben am 11. Juli zum 50. Todestag des Künstlers Jean Fautrier

Französische Briefmarke zum 50. Todestag des Künstlers Jean Fautrier.

Eine Frage, die ein bedeutender französischer Maler schlichtweg mit den Worten „eine Wand zu zieren“ beantwortete.

Den am 16. Mai 1898 in Paris geborenen Jean Fautrier ereilte bereits in Kinderjahren ein schmerzlicher Schicksalsschlag. Sowohl sein Vater als auch seine Großmutter verstarben, als er erst neun Jahre alt war. Seine Mutter war daraufhin entschlossen, die französische Hauptstadt zu verlassen und ließ sich mit ihrem Sohn in London nieder. Bereits 1912, vier Jahre nach dem Umzug nach Großbritannien, erhielt Fautrier eine Zusage von der Royal Academy of Arts. Er verließ diese Schule jedoch 1915, um an der Slade-School of Fine Arts zu studieren. Die klassische Ausbildung, die er an der Universität erhielt, genügte dem jungen Künstler nicht. Er begann, allein zu arbeiten und die berühmte Tate Gallery zu besuchen, wo ihm vor allem die Werke William Turners auffielen. 1917 musste er den Pinsel zunächst für einige Zeit ruhen lassen, da er in die französische Armee einberufen worden war. Aufgrund einer Gasvergiftung während seines Fronteinsatzes litt Fautrier sein ganzes Leben lang an seiner kranken Lunge und verstarb heute vor 50 Jahren. Weiterlesen …

Thema: Europa & Übersee | Kommentare (0)

Ganzsachen: Dokumente ihrer Zeit

Samstag, 19. Juli 2014 9:00

Seine Vergangenheit totzuschweigen, ist kein guter Weg für jemanden, der sie verarbeiten will. Man muss sie lebendig bleiben oder werden lassen, um sie zu bewältigen. Das gilt ganz besonders für die Jahre der NS-Diktatur in Deutschland, und zwar sowohl für ihre unrühmlich dunkle Seite als auch für die durchaus faszinierenden technischen Weiterentwicklungen zum Beispiel auf dem Gebiet der Post-Transportmittel. Wer philatelistisch tiefer eindringt in jene Zeit und sie dokumentieren will, sieht sich vor eine Herausforderung gestellt, die ihre Ursachen hat in den kriegsbedingten Gebietsveränderungen mit all ihren postalischen, sozialen und juristischen Folgen, in den geschaffenen Zwangseinrichtungen einschließlich der damit verbundenen Repressalien und Kommunikationsbeschränkungen, in drei parallel nebeneinander existierenden Postdiensten – Dienst-, Feld- und Reichspost – ab 1939 und in den Ausführungsvorschriften für eine Hamburger Straßenbahnpost, eine Kraftkurspost mit Posthilfsstellen, Rohrpost in Berlin, München und Wien, Katapult- und Schleuderflugpost, Luft- und Zeppelinpost sowie Schiffspost weltweit.

Ganzsache-Hindenburg

Die Hindenburg-Ganzsache wurde nach der Annektierung Österreichs
in Wien verwendet und am 7. Mai 1938 mit einer Zusatzfrankatur nach
Luzern gesandt. Bemerkenswert: Der unten abgeschlagene Stempel
15 Wien 101 weist den 7. Mai 1930 als Datum aus.

Weiterlesen …

Thema: Aktuelle Ausgabe, Deutschland | Kommentare (0)

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 auf Briefmarken und Sonderstempeln

Freitag, 18. Juli 2014 10:00

Dass fast genau 60 Jahre nach dem „Wunder von Bern“ der vierte Titelgewinn zu feiern sein wird, wer hätte das gedacht? Aber irgendwie passt es ganz gut zusammen, in Umfragen wird Deutschland als beliebtestes Land der Welt bezeichnet, die Finanzkrise scheint man bei uns vergleichsweise gut überstanden zu haben, und eine zurückhaltende Außenpolitik scheint uns in der Welt zu einem vergleichsweise angenehmen Gesprächspartner zu machen. Stolz auf die Tatsache, Bewohner eines Landes zu sein, muss man nicht sein, das ist der Zufall des Geburtsortes, aber stolz auf die Leistungen der Bewohner dieses Landes, seien sie hier geboren oder nicht, das kann man durchaus sein. Und wenn diese Leistungen auch noch so sympathisch und zurückhaltend erbracht werden – vielleicht entwickelt sich unser Land tatsächlich zu einem Vorbild, sei es in der Energie- und Klimapolitik, sei es bei den Rüstungsexporten – Nun gut, halten wir den Ball doch lieber erst einmal flach… Weiterlesen …

Thema: Allgemein, Deutschland, Europa & Übersee | Kommentare (0)

Ein Hort des geistigen Widerstands

Freitag, 18. Juli 2014 8:00

Ricarda-Huch-Briefmarke2014

MiNr. 3093 erschien am 3. Juli.

Heute vor 150 Jahren, am 18. Juli 1864, wurde die Schriftstellerin Ricarda Huch als Tochter eines Kaufmanns in Braunschweig geboren. Zum Studium der Geschichte und Philosophie geht sie in die Schweiz, da Studieren in Deutschland für eine Frau seinerzeit nicht möglich war. 1892 promoviert sie an der Universität Zürich und veröffentlicht im selben Jahr die ersten Gedichte unter dem Pseudonym Richard Hugo. Richard ist auch der Name ihres Cousins (und gleichzeitig ihres) Schwagers, mit dem sie vor ihrem Studium eine Liebesbeziehung unterhielt. Nach ihrem Studium arbeitet sie als Lehrerin und in der Bibliothek, fühlt sich davon jedoch nicht ausgefüllt, und veröffentlicht erste Dramen und Erzählungen sowie ihren ersten Roman. 1897 geht sie nach Wien und arbeitet von nun an als freie Schriftstellerin. In Wien lernt sie einen italienischen Zahnarzt kennen, den sie heiratet und dem sie in seine Heimatstadt Triest folgt. Hier entsteht der erste Band ihrer zweibändigen Studie über die „Blütezeit der Romantik“ und eine Tochter wird geboren, worauf die Familie nach München übersiedelt. In München schreibt und veröffentlicht sie historische Italien-Romane wie etwa die zweibändigen „Geschichten von Garibaldi“, was ihr später das – ungewollte – Wohlwollen italienischer Faschisten einbringt. Weiterlesen …

Thema: Deutschland | Kommentare (0)

Sonderstempel für Comic-Fans

Donnerstag, 17. Juli 2014 10:00

Sonderstempel zum Comic-Festival am 19. und 20. Juli im luxemburgischen ConternWer an diesem Wochenende noch nichts vorhat, sollte sich überlegen, vielleicht einen Abstecher ins luxemburgische Contern einzuplanen. Die Kommission „BD“ der nur 50 Kilometer von Trier entfernten Gemeinde richtet am 19. und 20. Juli zum 21. Mal das Internationale Comic-Festival in Contern aus. Besucher können an beiden Tagen von 10 bis 19 Uhr an den Ständen, die Poster, Figuren, neue und alte Hefte und vieles mehr rund um das Thema Comic bieten, stöbern. Weiterlesen…

Thema: Europa & Übersee | Kommentare (0)

Kroatische Post ehrt Kriegshelden

Mittwoch, 16. Juli 2014 9:00

Kroatischer Sonderstempel vom 28. Juli 2014

Militärverdienstkreuze, Eisernes Kreuz, Militärverdienstmedaillen, Sonnen- und Löwenorden, Kaiserlicher Orden Pour le Mérite… Das ist nur eine kleine Auswahl von Auszeichnungen, die Feldmarschall Svetozar Borojević von Bonja innerhalb seiner 44-jährigen Dienstzeit erhielt. Bereits in jungen Jahren entschied er sich in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und sein Leben ganz dem Militär zu widmen. Nachdem er 1874 die Infanteriekadettenschule verließ, kletterte er sehr schnell die Karriereleiter nach oben. Im Ersten Weltkrieg befehligte er zunächst als General, am Ende als Feldmarschall die Truppen Österreich-Ungarns. In zahlreichen Schlachten machte er sich einen großen Namen. Weiterlesen…

Thema: Europa & Übersee | Kommentare (0)

Fußball-WM: Glückwünsche aus Kanada

Dienstag, 15. Juli 2014 14:00

Fußball-Weltmeister Deutschland auf Briefmarke aus Kanada von 2014Nicht nur von der Deutschen Post, nein, auch aus Kanada gibt es philatelistische Glückwünsche an den Fußball-Weltmeister Deutschland. Der „Kelowna & District Stamp Club“ im kanadischen Kelowna hat auf Privatbestellung eine Briefmarke bei der Kanadischen Post drucken lassen. Die deutschsprechenden Mitglieder des Klubs haben auch in diesem Jahr die Verbundenheit mit der alten Heimat zeigen wollen, dieses Mal mit einer Fußball Briefmarke. Die Marke wurde schon vor einigen Wochen geplant und bestellt – und dann hat man den „Daumen gedrückt“. Weiterlesen …

Thema: Europa & Übersee | Kommentare (0)