Deutschlands Welterbe

Samstag, 20. September 2014 9:00

Gefährdungen durch Bauprojekte

Fagus-Werk Alfeld auf Briefmarke von 2014Mitte dieses Jahres war es soweit: Die Marke von 1000 Welterbestätten wurde durchstoßen. Auf seiner 38. Sitzung in Doha (Katar) beschloss das Welterbe-Komitee der UNESCO, weitere 26 Kultur- und Naturgüter in die „Liste des Erbes der Welt“ aufzunehmen. Seitdem gehören 1007 Stätten aus 161 Ländern dem Welterbe an: 779 Kulturerbestätten und 197 Naturerbestätten; 31 von ihnen zählen als „mixed sites“ sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe.

Deutschland ist mit 39 Stätten auf der Welterbe-Liste vertreten, davon 36 Kultur-, aber nur drei Naturerbestätten. Zu Letzteren zählen die Grube Messel, eine Fossilienlagerstätte, die alten Buchenwälder Deutschlands und jene der Karpaten als grenzüberschreitendes Weltnaturerbe sowie das Wattenmeer, das sich ebenso auf mehrere Länder verteilt. Hingegen kann die Bundesrepublik auf 36 Weltkulturerbestätten verweisen, womit sich in Deutschland ein Verhältnis von eins zu 13 zwischen Weltnatur- und Weltkulturerbe ergibt. Weiterlesen …

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Es war einmal …

Freitag, 19. September 2014 8:00

… in einem Land, lange vor unserer Zeit, da haben findige Postbeamte versucht, eine unleserliche Anschriftenadresse selbst zu entziffern und den Brief trotzdem zuzustellen. Heute macht die Post einwandfrei leserliche Anschriftenadressen selbst unleserlich und schickt den Brief einfach an den Absender zurück. Was muss man daraus schließen?
Dass es im heutigen Postbetrieb keinen Mitarbeiter mehr gibt, der lesen und schreiben kann und fähig wäre, den Fehler einer Maschine zu korrigieren?
Sei’s drum, der Absender nimmt die Briefe und geht zu seiner Postfiliale (einer großen Filiale in Berlin mit vier Schaltern) und möchte sich beschweren (er will ja zumindest das Porto nicht nochmals bezahlen). Die Antwort der freundlichen Dame hinter dem Tresen lautet: „Da kann ich leider nichts tun. Beschweren Sie sich beim Briefdienst, wir sind hier bei der Postbank.“ Weiterlesen …

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Morgen neu: DBZ 20/2014

Donnerstag, 18. September 2014 8:00

Titel der DBZ 20/2014In der DBZ-Stadt Alfeld steht eine der 39 Unesco-Welterbestätten, die Deutschland vorweisen kann. 1911 wuchs das nach Plänen Walter Gropius’ errichtete Fagus-Werk heran. Die Schuhleisten-Fabrik existiert bis heute. Neben Schuhleisten offeriert sie Produkte des Maschinenbaus und der Elektronik. Am 2. Oktober findet im Fagus-Werk ein Aktionstag statt, über den wir im Deutschland- und im Leserservice-Teil berichten. Im Titelthema schildert Christian Schuhböck, Generalsekretär der Wiener Alliance for Nature, die Geschichte der Unesco-Initiative, macht aber auch auf die Gefahren aufmerksam, denen die Welterbestätten unter anderem in Deutschland drohen. Weiterlesen …

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Hallom!

Mittwoch, 17. September 2014 9:00

Tivadar Puskas auf ungarischer BriefmarkeEinigermaßen abenteuerlich war es schon bisher verlaufen: Tivadar Puskás hatte in Wien und Budapest studiert, um Ingenieur zu werden, die Universität jedoch nach dem Tod seines Vaters wegen fehlenden Geldes verlassen müssen. Er war nach England gegangen, wo ihn eine Eisenbahngesellschaft eingestellt hatte. Dann war es dem Ungarn gelungen, im Zuge der Organisation von An- und Abreise für die Wiener Weltausstellung im Jahr 1873 eine lukrative Reiseagentur aufzubauen. Im Anschluss hatte er in Colorado in einer eigenen Mine nach Gold gesucht und, zurück in Europa, begonnen, sich mit der Telegrafie und speziell dem Konzept telegrafischer Netzwerke zu beschäftigen. Mitte der 1870er- Jahre stellte dann Alexander Graham Bell das „Telefon“ vor. Weiterlesen …

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Ein Hauch von China

Dienstag, 16. September 2014 9:00

Kroatischer Sonderstempel zu Ehren des Konfuzius-Instituts in ZagrebBetrachtet man den hier abgebildeten Sonderstempel, denkt man zuerst eher an Fernost als an die kroatische Hauptstadt. Doch wieso sollte man nicht ein wenig chinesische Kultur in den Mittelmeerraum einziehen lassen?

Genau das dachte man sich im Studentenzentrum Zagreb vor zwei Jahren. Anlässlich der 20 Jahre andauernden diplomatischen Beziehungen zwischen China und Kroatien und der Chinesischen Kulturwoche wurde nun auch in Zagreb ein Konfuzius-Institut eröffnet, um die beiden Kulturen noch näher zu bringen. Weiterlesen…

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Jean Renoir – Filme zwischen den Fronten

Montag, 15. September 2014 10:00

Jean Renoir auf Briefmarke, MiNr. 563Heute vor 120 Jahren erblickte Jean Renoir in Montmartre bei Paris das Licht der Welt. Der zweite Sohn des berühmten impressionistischen Malers Pierre-Auguste Renoir sollte später in seinem Schaffen als Filmmacher selbst zu Ruhm kommen.

Aufgewachsen war der junge Jean im warmen Süden Frankreichs und wurde oftmals in den Bildern seines Vaters verewigt. Aber nicht nur er und die anderen Mitglieder der Familie standen Model für den Vater, zahlreiche junge Frauen gaben sich die Türklinke in die Hand, um sich als Model ein wenig dazuzuverdienen. Entsprechend war der Bub schon recht früh mit Nacktheit vertraut und wunderte sich während seiner Schulzeit ab 1901, warum die anderen Jungs immer so ein Theater machten, wenn es um die Kurven eines weiblichen Körpers ging. Weiterlesen…

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Neue Schiffspoststempel im Helgoland- und Neuwerk-Verkehr

Sonntag, 14. September 2014 16:00

Ende September stellt die Reederei Cassen Eils ihre Schiffspoststellen organisatorisch um beziehungsweise eröffnet neue. Aus diesem Anlass erscheinen drei neue amtliche Schiffspoststempel. Der genaue Termin steht noch nicht fest, doch gibt es bereits jetzt ein Angebot zur Belegbeschaffung. Weiterlesen …

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Terminsache: Erstflug Frankfurt – Marrakesch

Sonntag, 14. September 2014 9:25

Der Flugbestätigungsstempel stellt die Koutoubia-Moschee vor.

Der Flugbestätigungsstempel stellt die Koutoubia-Moschee vor.

Etwas Eile ist beim Flugbestätigungsstempel zum Erstflug der Lufthansa von Frankfurt am Main nach Marrakesch angesagt. Er findet am 2. Oktober statt. Bereits am 19. September ist bei der Stempelstelle Annahmeschluss.
Für die Abgabe des Flugbestätigungsstempels gelten folgende Grundsätze: Weiterlesen …

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Mal Niederwild, mal Waldbrandschutz

Samstag, 13. September 2014 9:00

Was nicht im Katalog steht – Informationen aus den Akten und der Entwurfssammlung des Postministeriums der DDR

Konkurrenzentwurf zur Ausgabe "Niederwild", 1968, 20 Pfennig, MiNr. 1359Die Ausgabe „Geschützte Vögel“ (MiNr. 1272-1277) war noch nicht erschienen, da wandte sich der Vorsitzende des Staatlichen Komitees für Forstwirtschaft beim Landwirtschaftsrat der DDR, Generalforstmeister Horst Heidrich, am 13. Dezember 1966 erneut an das MPF. Eingangs bedankte er sich für die Verwirklichung seines Vorschlages. Er sei überzeugt, dass diese Briefmarken mit dazu beitragen, die Bedeutung des Naturschutzes in der DDR herauszustellen. Zugleich unterbreitete er einen Vorschlag für eine Serie im Jahr 1968, und zwar „Jagdbare Tiere“. Als Motive nannte er jeweils sechs Tierarten zum einen für das volkswirtschaftlich wichtige jagdbare Schalenwild und zum anderen für das Niederwild. Weiterlesen …

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Schicksalhaftes Rom

Freitag, 12. September 2014 10:00

anselm-feuerbach-briefmarkeMit dem Juristen Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach hatte der Künstler Anselm Feuerbach einen berühmten Großvater. Noch bekannter dürfte aber sein Onkel Ludwig sein, der Philosoph und prominente Religionskritiker. Nicht nur Anselms Vater Joseph war des weiteren Akademiker, sodass der am 12. September 1829 geborene Maler aus einer nicht nur sehr gebildeten, sondern mit Blick auf eine hohe Professorendichte auch arrivierten Familie kam. Er selbst, zwar nachhaltig angeregt durch die väterlichen Vorlieben für griechische und römische Geschichte und Kunst, ging einen durchaus anderen Weg. Das Gymnasium brach er ab, seit Mitte der 1840er-Jahre studierte Feuerbach Maltechniken bei unterschiedlichen Lehrern, nicht aber an nur einer Hochschule oder Ausbildungsstätte. Nach 10 Jahren, während derer er sich dabei in verschiedenen europäischen Städten, in Düsseldorf, München, Antwerpen und Paris, aufgehalten hatte, ließ er sich in Italien nieder. Gerade die französische Station dürfte bedeutend für Feuerbachs künstlerische Entwicklung gewesen sein, denn dort bekam er Unterricht bei Thomas Couture, der seinerseits von der Kunst der italienischen Renaissance und Antike beeinflusst war. Weiterlesen …

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