Eine Rollenmarke, drei Folienblätter

Dienstag, 25. November 2014 13:58

Zum Jahreswechsel wartet die Deutsche Post mit jeder Menge Selbstklebender auf. Diese werden wegen der Portoänderungen an den Schaltern benötigt, weshalb der Ausgabereichtum postalisch gerechtfertigt ist. Allerdings stellt sich die Frage, weshalb die Briefmarken jeweils nass- und selbstklebend erscheinen müssen. Eine Variante würde vollkommen genügen und die Geldbörsen der Sammler schonen. Wer von der Rollenmarke einen Fünferstreifen erwirbt, dazu alle drei Folienblätter erwirbt, ist bereits postfrisch mit 32 Euro dabei. Weiterlesen …

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Über die Bestimmung der Kräfte

Dienstag, 25. November 2014 8:00

Robert Mayer auf Briefmarke "Marke Individuell".

Vom Heilbronner Philatelistenverein aufgelegte Marke individuell.

„Kein größeres Genie als Robert Mayer ist je in unserem Jahrhundert erschienen“ verkündete der Physiker John Tyndall im Jahr 1891. Da war Mayer allerdings schon 13 Jahre tot und der Weg zu seiner wissenschaftlichen Anerkennung überaus steinig gewesen. Schon als Schüler hatte der heute vor 200 Jahren, am 25. November 1814 geborene Sohn eines Apothekers heimlich chemisch-physikalische Experimente vorgeführt, was ihm den Spitznamen „Geist“ eintrug. Nach einer Lehre in der Apotheke seines Vaters begann er ein Medizinstudium in Tübingen, wo er für ein Jahr relegiert wurde, weil er die Farben einer verbotenen Burschenschaft getragen hatte. Nachdem er von König Wilhelm I. auf Antrag begnadigt worden war, promovierte Mayer im August 1838 und erwarb in den Niederlanden die Zulassung als Schiffsarzt. Im Jahr 1840 ging er sodann als Schiffsarzt an Bord eines holländischen Dreimasters mit Reiseziel Indonesien. Beobachtungen beim Aderlass über die Blutfarbe brachten ihn während der Reise auf den richtigen Weg zur Entdeckung der Äquivalenz von Wärme und Bewegung. Schnell wurde ihm klar, „daß Bewegung und Wärme nur verschiedene Erscheinungsformen einer und derselben Kraft“ sind. Weiterlesen …

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Luxemburg: Neue Automatenmarke

Montag, 24. November 2014 15:05

Automatenmarke aus Luxemburg von 2014Am 2. Dezember kommt in den SelfPost-Automaten eine neue ATM-Ausgabe zum Einsatz. Die Abbildung zeigt einmal die drei Farben des neuen Logos der Post und dann das Staatswappen auch in Farbe. Hinzu kommen die unveränderten Angaben aus dem lokalen Drucker bezüglich Versandart, Portobetrag und die Datumzeile mit dem Hinweis POSTES LUXEMBOURG. Weitere Änderungen oder Ergänzungen wie z.B. Einschreiben sind nicht vorgesehen. Die Versandstelle liefert ausschließlich die abgebildete ATM mit 0,60 € = Standardbrief Inland. Wer von der laufenden ATM-Ausgabe noch nicht alle Automatennummern belegen kann, muss sich also beeilen, wenn Vollständigkeit angestrebt wird.

Uwe Kensing

Die aktuelle Standortliste der HYTEC-Automaten: Weiterlesen …

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Symbol der Weisheit

Montag, 24. November 2014 8:00

Kroatischer Sonderstempel Moderne ArchitekturEine Eule ziert den neuen kroatischen Sonderstempel. Majestätisch wirkt sie auf den Betrachter.

Die kroatische Post würdigt mit dieser Stempelausgabe die moderne Architektur und die jungen Designer des Landes.

Bis zum ersten Dezember können Sie diesen Stempel bei der Croatian Post Philately, P.O. Box 514, HR-10002 Zagreb, Croatia erhalten. Ihr Beleg sollte mit 7.60 Kn freigemacht sein.

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Ein Genie voll Ironie (Teil 2)

Samstag, 22. November 2014 9:30

Fortsetzung vom 21. November

Voltaire und Rousseau auf einer Briefmarke

Voltaire und Rousseau auf einer französischen Briefmarke.

Der Tod des Vaters im gleichen Jahr, der ihm ein recht ansehnliches Erbteil hinterließ, und die finanziellen Zuwendungen („pension“) aus der königlichen Schatulle seitens Philipp von Orléans, verschafften Voltaire finanzielle Unabhängigkeit. Er reiste in die Österreichischen Niederlande und besuchte den aus Frankreich verbannten Jean-Baptiste Rousseau. Dank der einflussreichen Marquise de Prie erhielt Voltaire im Mai 1725 den Auftrag, die Theateraufführungen zu den Hochzeitsfeierlichkeiten Ludwigs XV. zu organisieren. Dies gewährte ihm Einlass an den Hof von Versailles und eine weitere „pension“ aus den freigebigen Händen der jungen Königin. Als sich der aus altem Adelsgeschlecht stammende Chevalier de Rohan spöttisch bei Voltaire erkundigte, wie er denn zu seinem neuen Namen gekommen sei, erwiderte dieser ihm schnippisch: „Je commence mon nom, vous finissez le vôtre“ (Ich begründe meinen Namen, Sie beenden ihren). Völlig außer sich ließ er Voltaire von seinen Dienern verprügeln und veranlasste, als dieser vehement Satisfaktion forderte, eine erneute Inhaftierung in der Bastille. Die Berühmtheit Voltaires stimmte Ludwig XV. diesmal milde, sodass er unter der Bedingung, Frankreich zu verlassen, Voltaire die Freiheit schenkte.

Dieser machte sich auf den Weg nach England, wo er sehr schnell von der Freiheit des Landes fasziniert war, in dem die Religion zu den Privatangelegenheiten zählte und Königsmacht sowie Adelsprivilegien durch das Parlament eingeschränkt waren. Sehr schnell gelangte er in die höchsten gesellschaftlichen Kreise und wurde König Georg I. vorgestellt, der ihm gestattete, sein Epos über Heinrich IV. unter dem Titel „La Henriade“ der englischen Königin zu widmen. Ferner übte er sich eifrig im Englischen, studierte die Werke des Empirikers John Locke, des Physikers und Astronomen Isaac Newton und die Dramen William Shakespeares. Weiterlesen …

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Ein Genie voll Ironie (Teil 1)

Freitag, 21. November 2014 10:00

Voltaire auf Briefmarke aus FrankreichWer kennt ihn nicht, den französischen Dichter und Philosophen, den großen Mann mit den kleinen Leidenschaften, der so freigebig und schonungslos mit seinem Spott und seiner Satire war, und doch so empfindlich und schnell gekränkt, wenn einmal fremden Tadel er erfuhr? Kein geringerer als Monsieur de Voltaire, die bedeutendste Persönlichkeit der europäischen Aufklärung, deren Jahrhundert ihrer Entfaltung noch heute oft als „Siècle de Voltaire“ bezeichnet wird. In seinen vielzitierten Werken formulierte er die Werte der Vernunft, Toleranz und Menschenwürde. Heute vor genau 320 Jahren, am 21. November 1694, erblickte er in Paris das Licht der Welt. Diesbezüglich war er selbst aber ganz anderer Ansicht, denn zeit seines Lebens betonte er immer wieder, dass bereits der 20. Februar desselben Jahres – wohl der Tag seiner Zeugung – eigentlich sein Dasein begründete. Monsieur de Voltaire, der auf den Namen François-Marie getauft wurde, war dass dritte und spätgeborene Kind von François und Marie Arouet. Sein Bruder Armand war zehn, seine Schwester Catherine acht Jahre älter als er. Zum Zeitpunkt der Geburt war der Vater bereits ein angesehener und wohlhabender Notar, später Hoher Richter (Conseiller du roi) am Obersten Finanzgericht. Seine ausgesprochen gebildete Mutter entstammte ebenfalls einer Pariser Juristenfamilie, sie verstarb als François-Marie gerade sechs Jahre alt war.

1704 kam er als Internatsschüler an das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand, wo er eine vorzügliche humanistische Bildung erhielt und schon als Knabe sehr ungewöhnliche geistige Anlagen zeigte. Eine Anekdote erzählt, wie er im dritten Lebensjahr unter der Obhut seines Patenonkels, des Abbé de Châteauneuf, die „Fables“ La Fontaines nachzuerzählen und die „Moïsade“, ein recht umfangreiches Gedicht aus der Feder des Freidenkers Lourdet, fehlerfrei zu rezitieren wusste. Darin wird die mosaische Tradition als eine klug erfundene Erzählung (conte bien inventé) und schlaue Lüge (mensonge subtil), mit denen Moses seine Autorität gestützt haben soll, aufs Schärfste verurteilt. Zwar wird der Knirps die Bedeutung dieser Worte nicht in allen Einzelheiten verstanden haben, doch zeichneten sie gewiss den Weg vor, den sein Geist in der Folgezeit zu nehmen bestrebt war, auch haben sie wohl so manchem seiner späteren Angriffe gegen die Kirche als Vorbild gedient. Weiterlesen …

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Die Adventszeit steht vor der Tür…

Donnerstag, 20. November 2014 15:00

Kroatischer Sonderstempel zur VorweihnachtszeitDas weiß auch die kroatische Post, weswegen sie noch vor dem ersten Advent den ersten Weihnachtsstempel an die Schalter bringt.

Ein schlichter Tannenzapfen ziert den Stempel. Und das genügt auch schon, denn bringt nicht ein jeder die Koniferenblüten mit der Weihnachtzeit in Verbindung? Der Tannenbaum und der Adventskranz gehören ebenso zur besinnlichen Jahreszeit wie Spekulatius, Lebkuchen und der Nikolaus. Weiterlesen…

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Jahresprogramm 2015

Donnerstag, 20. November 2014 9:42

Das Bundesfinanzministerium hat das Ausgabeprogramm für 2015 ins Netz gestellt. Die bereits bekannten Daten 5. Februar und 7. Mai werden darin bestätigt. Abgebildet sind die Motive von sechs Sondermarken: Otto von Bismarck, Bistum Hildesheim, Pina Bausch, Windjammerfestival Bremerhaven, Bayerischer Gebirgstrachtenverband und Seenotretter.
Für eine Veröffentlichung in der DBZ 25/2014 geschah die Veröffentlichung leider zu spät – das Heft ist im Druck. Daher kann das Programm leider erst in Heft 26/2014 vom 12. Dezember erscheinen.

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Die Uhr tickt

Donnerstag, 20. November 2014 9:00

Finnischer Sonderstempel zum Kriegsmuseum in IlomantsiAm 28. haben Finnlandbegeisterte die letzte Chance, eine Abstempelung des Sonderstempels zum Kriegsmuseum in Ilomantsi zu erhalten.

Die östlichste Gemeinde Finnlands blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Zuge des Fortsetzungskrieges zwischen Finnland und der Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges kam es auch in der an der russischen Grenze gelegenen Gemeinde Ilomansti zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Weiterlesen…

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Finnland im Weihnachtsfieber

Mittwoch, 19. November 2014 9:00

Finnischer Sonderstempel zu Weihnachten 2014Die finnische Post gibt Anfang Dezember fleißig Weihnachtsstempel aus. Gleich drei Sonderstempel sind der besinnlichen Zeit des Jahres gewidmet.

Am ersten Dezember kommen zwei klassisch gestaltete Stempel zum Einsatz. Ein schlichtes „Joulu“ (dt. Weihnachten) auf dem einen Stempel kündigt die bevorstehende Weihnachtszeit an. Einige Sterne deuten zudem auf das Fest der Geburt Christi hin. Weiterlesen…

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