Reformator des Operngenres

Montag, 2. März 2015 9:00

Die BRD brachte im Jahr 2000 eine Briefmarke zum 100. Geburtstag des Komponisten Kurt Weill heraus.

Sie werden jetzt eine Oper hören. Weil diese so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie Dreigroschenoper“ (Bertolt Brecht).

Die meisten verbinden mit dem Stück nur den großen Dichter Brecht. Aber wie der Name schon sagt, spielt auch die Musik in diesem Bühnenwerk keine unbedeutende Rolle. Die Dreigroschenoper erscheint daher als Unikat sowohl in Schauspiel- als auch in Opernführern. Ob es nun eher als Oper oder als Schauspiel zu betrachten ist – da scheiden sich die Geister. Weiterlesen…

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Sachsen-Zweier

Sonntag, 1. März 2015 8:00

Der Dresdner Zwinger ziert eine neue Münze zu 2 Euro (Abb. BADV).

In der Reihenfolge der Präsidentschaft im Deutschen Bundesrat stellt das Bundesministerium der Finanzen die Bundesländer numismatisch vor. 2016 kommt folglich Sachsen zum Zuge. Die 2-Euro-Kursgedenkmünze zeigt den Dresdner Zwinger. Jordi Truxa legte den Entwurf vor. Die fünf Münzstätten in Berlin, Hamburg, Karlsruhe, München und Stuttgart prägen planmäßig 30 Millionen Stück für den Umlauf.

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Numismatik: Seltene Jahrgänge

Samstag, 28. Februar 2015 9:00

Über Drei- und Fünfmarkstücke von 1924 und 1933 

Die Kurs- und Gedenkmünzen der Kaiserzeit und der Weimarer Republik erfreuen sich bei Sammlern großer Beliebtheit. Sie sind gut erforscht und in Katalogen mit den Namen ihrer Schöpfer vermerkt. Außerdem findet man Angaben über die Prägeanstalten, in denen sie hergestellt wurden, sowie über die Auflagezahlen. Schaut man genau hin, dann fallen bei den Kursmünzen einige seltene Jahrgänge auf. Im Unterschied zu den Gedenkmünzen hat man in der Kaiserzeit und der Weimarer Republik den Kursmünzen als Sammelgegenstand weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Weiterlesen …

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Deutsche Einheit zu 25 Euro

Freitag, 27. Februar 2015 7:53

Erstmals erscheint in Deutschland eine Silbermünze zu 25 Euro (Abb. BADV).

Das Gedenkmünzenprogramm 2015 wächst um eine Silbermünze. Sie erscheint im Herbst zum 25. Jahrestag der Vollendung der deutschen Einheit. Passenderweise lautet der Nennwert 25 Euro. Bildseitig zeigt die Gedenkmünze eine Menschenmenge vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Den Entwurf legte Bernd Wendhut vor. Weiterlesen …

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Schönste Grönländerin gesucht

Donnerstag, 26. Februar 2015 9:30

Die schönste Briefmarke des Jahres 2014 wird auch von der grönländischen Post gesucht. Die 24 Briefmarken des Jahres, wie stets grafisch sehr gefällig, spiegeln sehr schön die Vielseitigkeit der grönländischen Kultur, Natur, Geschichte und Gesellschaft wieder. Sehr viele musikalische Themen waren in jenem Jahr dabei, die nebenstehende Zuschlagsmarke machte auf das Schicksal von Obdachlosen aufmerksam. Noch bis zum 2. März können Sie auf der Internetseite der Post aus allen Briefmarken des Jahrgangs Ihren Favoriten aussuchen. Als Hauptpreis gibt es 10 000 dänische Kronen zu gewinnen, was in Euro umgerechnet allerdings nicht mehr ganz so spektakulär klingt.

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Der Sultan lässt grüßen

Mittwoch, 25. Februar 2015 9:00

„Grüße aus Oman“ ist eine Ausstellung im Berliner Museum für Kommunikation betitelt, die dort vom 6. bis 29. März zu sehen ist. Dabei präsentiert das Geburtsland Sindbad des Seefahrers einige philatelistische Schätze: Aus den zahlreichen bislang in Berlin nie gezeigten Stücken der über 150 Jahre alten Oman-Philatelie ragen unter anderem der erste nach Maskat gerichtete Brief von 1860 oder die erste bekannte Abstempelung von dort hervor. Außerdem sind landestypische Exponate wie der omanische Krummdolch, wertvoller Silberschmuck, Räuchergefäße sowie weitere morgenländische Kunstgegenstände zu sehen.

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Ben Wisch: Mit Leidenschaft und Augenmaß

Dienstag, 24. Februar 2015 10:00

So einen könnte man jetzt vielleicht gebrauchen. In Zeiten von IS, Ukraine, von Krisenherden und Kriegen. Hans-Jürgen Wischnewski (1922 – 2005) war der Mann für schwierige Verhandlungen, für komplizierte Machtverhältnisse, für brenzlige Situationen. Seine Kenntnisse von arabischen, lateinamerikanischen und afrikanischen Besonderheiten prädestinierten den Kölner Sozialdemokraten für Einsätze in fernen Ländern. Ein Mann für alle Krisenfälle. Seine Kontakte und diplomatischen Fähigkeiten brachten ihm den Ehrentitel „Ben Wisch“ ein, den Willy Brandt prägte. Einer wie Ben Wisch warnte schon kurz nach dem 11. September 2001, vor dem „gefährlichen Irrtum“, islamistische Extremisten und die „friedfertige islamische Religion“ miteinander zu verwechseln, wie Helmut Schmidt in seinem Nachruf den Parteikollegen und Freund zitiert. Und vielleicht könnte Wischnewski sogar im verfahrenen Bahnstreit vermitteln, immerhin hatte er es 1978 geschafft, die verhärteten Fronten im Tarifstreit des Druckgewerbes aufzulösen. Weiterlesen …

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Gesucht: Kroatiens schönste Marke 2014

Montag, 23. Februar 2015 10:00

Die Postverwaltung Kroatiens lädt ein, die schönste Briefmarke des Landes aus dem Jahr 2014 zu wählen. Zur Wahl steht auch dieser ursprünglich in Syrien beheimatete Goldhamster. Bis zum 6. März kann per Internet oder per Brief an der Wahl teilgenommen werden, unter allen Einsendungen werden etliche philatelistische Preise und als Hauptgewinn ein Wochenende in einem Vier-Sterne-Hotel in Opatija verlost. Nähere Einzelheiten, eine Übersicht der 48 einzelnen Briefmarken  sowie ein Teilnahmeformular finden Sie auf der Internetseite der Kroatischen Post.

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Wer war Jean de Sperati?

Samstag, 21. Februar 2015 9:30

Mehr Künstler als Fälscher

Eine der spannendsten Entdeckungen meiner journalistischen Laufbahn führte mich auf die Spuren des bedeutendsten Nachahmers von Briefmarken, der sich intensiv wie kein anderer mit Seltenheiten der internationalen Philatelie befasst hat. Jean de Sperati (1884 – 1957) stammte ursprünglich aus Italien und lebte seit seiner Studienzeit in Frankreich. Seine umfassenden Kenntnisse, technischen Studien und praktischen Erfahrungen ermöglichten ihm ein nie zuvor oder danach wieder erreichtes Niveau von Reproduktionen, mit denen er auch namhafteste Experten und Prüfer seiner Zeit täuschte. Mehr als 500 verschiedene Postwertzeichen aus den verschiedensten Sammelgebieten rund um die Welt hat er imitiert, weit mehr als 200 wurden als „echt“ geprüft. Erst durch ein Gerichtsverfahren wurde ab 1942 das Ausmaß und die Qualität seiner Reproduktionen publik. Man warf ihm aber nicht Fälschungen vor, sondern dass es sich um Originalmarken handle, mit denen er gegen die Ausfuhrbestimmungen verstieß und die Zollbehörden getäuscht habe… Weiterlesen …

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Von den Norwegern abgeguckt

Freitag, 20. Februar 2015 9:00

Der Leichathlet Lauri Tahko Pihkala schlug im Jahr 1922 in einem Artikel über das Holmenkollen Ski Festival die siebtgrößte finnische Stadt als Austragungsort für ein neues sportliches Großereignis vor. Nach dem Doppelsieg der finnischen Skilangläufer Anton Collin und Tapani Niku bei den norwegischen Winterspielen benötige Finnland unbedingt auch ein ähnliches Event. Und welcher Ort würde sich dabei besser anbieten als die nur 100 Kilometer von der Hauptstadt entfernte und idyllisch am See Vesijärvi gelegene Stadt Lahti? Weiterlesen…

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