Tag-Archiv für » Belgien «

Als der europäische Jazz erwachte

Donnerstag, 16. Mai 2013 12:03

Django Reinhardt auf begischer Briefmarke von 2004 Jean Baptiste Reinhardt, geboren am 23. Januar 1910 im belgischen Dörfchen Liberchies, war ein Manouche, das sind die in Frankreich und den umliegenden Ländern lebenden Sinti. Seine Eltern, umherreisende Komödianten, nannten ihn „Django“, was so viel wie „Ich erwache“ bedeutet. Seine Kindheit verlebte Django Reinhardt in ständig wechselnden Camps, bis sich die Familie nach dem Ersten Weltkrieg in einer Wohnwagensiedlungen außerhalb von Paris niederließ. Für Musik interessierte der Junge sich früh und lernte zunächst das Violinespielen, bis ein Nachbar dem Zwölfjährigen ein sechssaitiges Banjo schenkte. Alleine durch die Beobachtung anderer Musiker erlernte der Junge das Gitarre spielen und das mit derart erstaunlicher Fingerfertigkeit, dass er schon bald gemeinsam mit einem bekannten Akkordeonspieler in kleineren Clubs auftreten konnte und mit seiner Musik seinen Lebensunterhalt verdienen konnte. Weiterlesen…

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Der Wegbereiter der Moderne

Mittwoch, 3. April 2013 13:42

„Wie die Geschichte der Revolutionen, so rechnet die Geschichte der Kunst nicht mit der Zahl ihrer Opfer.“
(Henry van de Velde)

Belgische Briefmarke mit Henry van der Velde aus dem Jahr 1963Er war ein echter Allroundkünstler: Henry van de Velde, geboren heute vor 150 Jahren in Antwerpen, hat ein ebenso vielfältiges wie umfangreiches Werk hinterlassen. Das zweitjüngste von acht Kindern wollte Maler werden, schrieb sich also, ohne jemandem etwas zu sagen, an der Kunstakademie Antwerpen ein. Im Rahmen seiner Studien erblickt er dort ein Bild von Edouard Manet, und ist so elektrisiert, dass er 1884 nach Paris aufbricht: „Ich wollte Zeuge der künstlerischen Kämpfe sein, die damals das Pariser Publikum aufpeitschten.“ In Paris setzt er seine Studien fort und vervollständigt seine Kenntnisse. Nach einem Jahr kehrt er nach Antwerpen zurück und verbringt die nächsten vier Jahre malend in dem kleinem Dorf Wechel der Zande. Weiterlesen…

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Der Meister der klaren Linie: Hergé

Sonntag, 3. März 2013 13:35

Hergé auf belgischer Briefmarke 2007Fragt man jemanden nach berühmten Belgiern, fällt die Antwortliste meist recht kurz aus. Doch eins ist sicher: Neben Jacques Brel und Georges Simenon dürfte sich auch Georges Prosper Remi finden, der unter dem Pseudonym „Hergé“ als Schöpfer von „Tim und Struppi“ weltbekannt geworden ist. Geboren am 22. Mai 1907 in Etterbeek bei Brüssel, wuchs er in einem ebenso konservativen wie katholischen Milieu auf. In der Schule langweilte er sich eher, war aber mit Begeisterung bei den (katholischen) Pfadfindern dabei. In einem Pfadfindermagazin veröffentlichte er denn auch seine ersten Illustrationen und 1923, mit 15 Jahren, seinen ersten Comic: Eine Serie um einen Pfadfinder namens „Totor“. Ab 1925 arbeitete er dann für die katholische Zeitung „Le XXe Siècle“, deren Herausgeber ihn mit der Produktion einer Jugendbeilage beauftragte.  Weiterlesen…

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Der „Brueghel der Comics“

Freitag, 15. Februar 2013 11:41

Suske und Wiske auf Briefmarke aus belgischem Comicblock von 2012Hierzulande dürfte sich seine Bekanntheit in Grenzen halten, in Belgien und den Niederlanden sieht das schon etwas anders aus: Willebrord Jan Frans Maria Vandersteen, kurz Willy Vandersteen, geboren heute vor 100 Jahren in Antwerpen, erlangte in Belgien und den Niederlanden besonders durch seine Comicserie „Suske und Wiske“ (in Frankreich: „Bob et Bobette“) große Popularität. So große, dass mittlerweile vier Briefmarkenserien mit Figuren aus seinen Comics dort erschienen sind. Willy Vandersteen, als Kind bereits mit überschäumender Fantasie und großem Interesse fürs Zeichnen ausgestattet, musste zunächst als Schaufensterdekorateur seinen Lebensunterhalt verdienen, bevor er seine eigentliche Berufung fand.

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Der Vielschreiber: Georges Simenon

Mittwoch, 13. Februar 2013 0:10

„Schreiben ist kein Beruf, Schreiben ist so etwas wie eine Berufung zum Unglücklichsein.“

(Georges Simenon)

Georges Simenon auf belgischer Briefmarke aus Block 2003Heute vor 110 Jahren wurde im belgischen Lüttich der Schriftsteller Georges Simenon geboren. Laut Geburtsurkunde wurde er zwar schon am 12. Februar geboren, doch hatte seine abergläubische Mutter angeblich den tatsächlichen Geburtstermin von 0.10 Uhr auf 23.30 Uhr vordatieren lassen, wie Simenon später berichtete. Der Junge lernte bereits im Kindergarten lesen und schreiben und entwickelte sich früh zu einer wahren Leseratte, im Alter von zehn Jahren lieh er bereits zehn Bücher pro Woche aus der Bücherei aus, darunter Klassiker der Literatur wie Gogol, Dostojewski, Dickens, Shakespeare oder Balzac. Mit 12 Jahren machte er seine ersten sexuellen Erfahrungen, kurz darauf die Bekanntschaft mit Alkohol und Prostituierten. Weiterlesen…

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Ein ritterlicher Herrscher: Edward III.

Dienstag, 13. November 2012 12:39

Edward III. auf Briefmarke von GrenadaHeute vor 700 Jahren wurde auf Windsor Castle einer der bedeutendsten englischen Könige des Mittelalters geboren. Edward III., Sohn eines schwachen Vaters, der zeit seines Lebens im Ruch der Homosexualität stand, hatte eine schwierige Kindheit. Im Alter von 15 Jahren ließen seine Mutter Isabella und ihr Liebhaber Roger Mortimer Edwards Vater, Edward II., einkerkern und hinrichten. Erst kurz vor seinem 18. Geburtstag gelang es Edward, obwohl schon seit der erzwungenen Abdankung seines Vaters theoretisch König von England, tatsächlich die Macht zu erlangen. Roger Mortimer wurde hingerichtet, Isabella unter Hausarrest gestellt. Edward wandte sich nun gen Norden und erneuerte den englischen Anspruch auf die Oberhoheit in Schottland, konnte aber trotz militärischer Erfolge Schottland letztendlich nicht mehr direkt der englischen Krone unterstellen. Weiterlesen…

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Morgen neu: DBZ 9/2012

Donnerstag, 19. April 2012 14:16

Vor 65 erschienen die ersten Ländermarken der Französischen Zone. Nicht nur der Zeitenumstände wegen entstanden variantenreiche Ausgaben. DBZ-Autor Walter Köcher erinnert an den Neubeginn am Rhein und präsentiert vielfältige Möglichkeiten, sich vertieft den Ländermarken zuzuwenden.
„Sammler brauchen beides“ – gedruckte Kataloge, aber auch digitale Angebote. Im zweiten Teil unseres Interviews mit Hans W. Hohenester, Geschäftsführer des Schwaneberger Verlages, blicken wir zurück in jene Jahre, als der Computer seinen Siegeszug antrat. Michel war von Anbeginn dabei. [...]

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