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Der Meister der optischen Täuschung

Montag, 17. Juni 2013 7:36

Niederländische Briefmarke für den Luftfahrtfonds 1935Treppen, die im Kreis gleichzeitig nach oben und unten führen, Leitern, die sowohl innen, als auch außen anlehnen, Fische, die zu Vögeln werden: Als Künstler und Grafiker ist er mit seinen Darstellungen unmöglicher Figuren weltbekannt geworden: „Die Ideen, die ihnen zugrunde liegen, zeugen größtenteils von meiner Verwunderung und Bewunderung gegenüber den Gesetzmäßigkeiten, die die Welt um uns herum enthält. Wer sich über etwas wundert, ist sich eines Wunders bewusst. Indem ich auf sinnliche Weise den Rätseln, die uns umgeben, aufgeschlossen gegenüberstehe und meine Beobachtungen überdenke und analysiere, komme ich mit dem Gebiet der Mathematik in Berührung. Obwohl ich über keinerlei exakt-wissenschaftliche Ausbildung und Kenntnisse verfüge, fühle ich mich oft mehr mit Mathematikern als mit meinen eigenen Berufskollegen verwandt.“ Weiterlesen…

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Abstraktion mit Augenmaß

Samstag, 8. Juni 2013 19:16

Zu den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau zeigte die Deutsche Post Willi Sittes „Schwimmer“, MiNr. 2529 (beide Abb. Schwaneberger Verlag).

Zu den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau zeigte die Deutsche Post Willi Sittes „Schwimmer“, MiNr. 2529 (beide Abb. Schwaneberger Verlag).

Zweifelsfrei hätte Willi Sitte auch im anderen Teil Deutschlands zu den führenden Malern seiner Zeit gehört. Nach außen hin vertrat er zwar den so genannten „sozialistischen Realismus“, den das Zentralkomitee der KPdSU 1932 beschlossen hatte und der auch nach Stalins Tod nicht der im Leninismus üblichen Neuformulierung der Geschichte weichen musste. Zwei der drei Grundgedanken dieser Ideologie missachtete Sitte aber mit großem Geschick: die Ablehnung von Abstraktion und Ästhetisierung. Lediglich in der Themenwahl folgte er vielfach den Vorstellungen der Diktatoren und legte zahlreiche Bilder von Arbeitern und aus dem Arbeitsleben vor. Das verwundert nicht, wurde Sitte doch in eine kommunistische Familie hineingeboren.
Sein Vater, Angehöriger der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei, gehörte zu den Mitbegründern der dortigen Kommunistischen Partei. Sitte, geboren am 28. Februar 1921, lernte Textilzeichner und studierte ab 1940 an der Hermann-Göring-Meisterschule  für Malerei in Kronenburg. 1941 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Drei Jahre später desertierte er und schloss sich den italienischen Partisanen an. Angesichts dieses Lebenslaufs war es logisch, dass er in die Sowjetische Zone ging, als Deutsche aus Tschechien vertrieben wurden. Kurz darauf wurde er Mitglied der SED. Weiterlesen …

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Stilbildend für Generationen

Dienstag, 28. Mai 2013 7:00

Arne Wallhorn stach Carl Larssons „Graziella“ in Stahl, MiNr. 1186.

Arne Wallhorn stach Carl Larssons „Graziella“ in Stahl, MiNr. 1186.

Wäre das in unseren Tagen noch denkbar? „Graziella fragt, ob sie sich als Modell eigne“, lautet der schlichte Titel des Bildes, das als eines von unzähligen Akten wohl kaum Spuren in der Kunstgeschichte hinterlassen hätte. Graziella war aber etwa acht bis zehn Jahre alt, unschwer erkennbar ein Kind. Heute hätten sich wohl nur wenige Maler getraut, sie zu skizzieren, und wohl kein Postunternehmen wäre auf die Idee gekommen, ausgerechnet dieses Bild auf einer Briefmarke abzubilden. Weiterlesen …

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Morgen neu: DBZ 11/2013

Donnerstag, 16. Mai 2013 9:08

DBZ 11/2013 TitelAnfang des 19. Jahrhunderts trug Europa Blau, Weiß, Rot. Weite Teile des Kontinentes standen unter französischer Herrschaft. Es gab längst vergessene Staaten wie Kleve und Berg oder Westphalen, Herrscher wie Großherzog Joachim Murat und König Jerôme. Mit dem Russland-Feldzug anno 1812 überspannte Napoleon Bonaparte den Bogen aber. Zwar eroberte er Moskau, doch musste er unter gewaltigen Verlusten den Rückzug antreten. Mit dem russischen Sieg begannen die Befreiungskriege, die schließlich in Napoleons endgültige Niederlage und seine Abdankung mündeten. DBZ-Autor Jan Sperhake erzählt im Titelthema, wie die Russen den „französischen Teufel“ in die Flucht jagten. Weiterlesen …

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Maler und Abenteurer

Mittwoch, 8. Mai 2013 15:27

Briefmarke aus Frankreich 1968 mit Gemälde von Paul Gauguin..Seine Bilder, besonders die von der Südsee, sind weltberühmt. Dass Paul Gauguins Werke aber überhaupt entstanden sind, ist einer Verkettung von Zufällen und nicht zuletzt seiner Beharrlichkeit zu verdanken. Um ein Haar wäre das Leben von Paul Gauguin ein ganz anderes, bürgerliches geworden. Dann hätte er nie als „Wilder“ gelebt, wie er selbst es nannte, wäre nicht in die Südsee gereist und hätte nicht die Inspiration gefunden, die seine Malerei beflügelte. Weiter…

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Morgen neu: DBZ 10/2013

Donnerstag, 2. Mai 2013 7:30

Titel DBZ 10/2013

„Jeder kann Papst werden, das beste Beispiel bin ich“. Kein Zweifel, Angelo Guiseppe Roncalli nahm sich selbst nicht wichtiger als nötig. Zum 50. Todestag des Reformpapstes Johannes XXIII., der das Zweite Vatikanische Konzil einberief, erinnert DBZ-Autor Karlheinz Walz an eine Sondermarke, die 1969 scheinbar ohne Anlass erschien.
Das Titelthema hat dieses Mal eine Seite, eine Seite für eine Marke. Selbstverständlich veröffentlichen wir aber auch längere Artikel. Gleich drei Seiten umfasst die zweite Folge der Forschungen Alfred Peters in den Archiven des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Noch immer spürten die Damen und Herren des VEB „Horch und Guck“ Briefmarken nach und leiteten dafür unter anderem eine Überprüfung sämtlicher Opel-Händler in Mannheim und im Rhein-Neckar-Kreis ein. Eine bemerkenswerte Geschichte mit – das sei schon jetzt verraten – offenem Ende … Weiterlesen …

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Surreale Fantasie und Abstraktion

Samstag, 20. April 2013 11:12

„Wichtiger als ein Kunstwerk selbst ist seine Wirkung. Kunst kann vergehen, ein Bild zerstört werden. Was zählt, ist die Saat.“ (Joan Miró)

Hommage an Picasso von Joan Miro auf spanischer Briefmarke von 1981Kenner sehen natürlich sofort, um welchen berühmten Maler es sich bei dem Schöpfer der nebenstehenden Briefmarke handelt. Ganz klar, und auch wenn groß „Picasso“ draufsteht, das Bild ist natürlich von Joan Miró, der seinem Kollegen hier per Briefmarke 1981 zum 100. Geburtstag gratulierte. Miró, heute vor 120 Jahren in Barcelona geboren, gehört mit seinen farbenfrohen und fantasievollen Werken zu den bekanntesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. „Nach mir bist du es, der neue Türen öffnet“, hat Picasso ihm einst beschieden. Weiterlesen…

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