Tag-Archiv für » USA «

There`s no business like showbusiness

Samstag, 11. Mai 2013 9:18

Irvin Berlin auf Briefmarke der USA aus dem Jahr 2002 Er lernte nie Noten lesen, geschweige denn sie zu schreiben, und doch wurde er zu einem der populärsten amerikanischen Komponisten: Irving Berlin, geboren vor 125 Jahren am 11. Mai 1888 als Israel Beilin im heutigen Weißrussland, hinterließ der Welt mehr als 900 Lieder, darunter Klassiker wie „Puttin`on the Ritz“, „Cheek to Cheek“ oder „White Christmas“. Im Jahr 1893 emigrierten seine Eltern mit ihm und den sieben Geschwistern in die USA, um den Progromen in Russland zu entgehen. Nach dem frühen Tod des Vaters waren die Kinder gezwungen, mit für den Lebensunterhalt zu sorgen, der achtjährige Junge musste die Schule verlassen und Zeitungen verkaufen. Beim Verkaufen sang er, was ihm erste Trinkgelder einbrachte. Mit 18 Jahren fand er einen Job als singender Kellner und brachte sich selbst das Klavierspielen bei, verwendete dabei allerdings fast nur die schwarzen Tasten, sodass anfangs alles, was er spielte, in Fis-Dur erklang. Dieses Problem löste er später, indem er sich ein Klavier zulegte, bei dem sich die Tonarten mittels eines Hebels transponieren ließen.

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Wissen logisch verknüpft

Donnerstag, 25. April 2013 12:17

Anschaulich zeigt die schwedische Nobelpreismarke von 1989 den Aufbau der DNS, MiNr. 1573.

Anschaulich zeigt die schwedische Nobelpreismarke von 1989 den Aufbau der DNS, MiNr. 1573.

A, T, G, C – Kenner wissen natürlich sofort, was die vier Buchstaben bedeuten: Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. Auf den vier organischen Verbindungen basiert sämtliches Leben. Sie stecken in einer Doppelhelix – als Helix bezeichnet man eine zylindrische Spirale; eine Wendeltreppe weist beispielsweise eine Helixstruktur auf – aus wechselnden Desoxyribose- und Phosphorsäure-Untereineinheiten, der Desoxyribonukleinsäure. Tiere wie Pflanzen tragen die Desoxyribonukleinsäure in unterschiedlicher Form in den Zellen. Lediglich Bakterien und Viren weisen abweichende Strukturen auf, die aber ebenfalls auf den vier Verbindungen aufbauen. Historisch kürzte man die Desoxyribonukleinsäure im Deutschen mit „DNS“ ab. Da heute aber nicht wenige ihr „Handy“ gegen ein „Smartphone“ tauschen, setzt sich mehr und mehr die Abkürzung „DNA“ durch. Sie steht für „deoxyribonucleid acid“. Weiterlesen …

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Zwei Schritte um 0.00 Uhr

Dienstag, 16. April 2013 7:00

Zum EU-Beitritt gaben die zehn neuen Mitglieder einheitlich gestaltete Briefmarken aus. Hier der estnische Wert, MiNr. 487 (beide Abb. Schwaneberger Verlag).

Zum EU-Beitritt gaben die zehn neuen Mitglieder einheitlich gestaltete Briefmarken aus. Hier der estnische Wert, MiNr. 487 (beide Abb. Schwaneberger Verlag).

30. April 2004, 23.00 Uhr: Die Europäische Union wächst um vier neue Mitglieder. Estland, Lettland, Litauen und Zypern treten dem Staatenbund bei. Eine Stunde später, am 1. Mai um 0.00 Uhr folgen Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Statt 15 gehören dem Staatenbund nunmehr 25 Mitglieder an. 2007 dann erhält die Union erneut Zuwachs. Bulgarien und Rumänien werden die Mitgliedsstaaten Nummer 26 und 27. Weiterlesen …

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Streit um Kompetenzen

Samstag, 13. April 2013 8:15

1968 ehrten die Vereinigten Staaten Thomas Jefferson mit einer Dauermarke, MiNr. 940 (beide Abb. Schwaneberger Verlag).

1968 ehrten die Vereinigten Staaten Thomas Jefferson mit einer Dauermarke, MiNr. 940 (beide Abb. Schwaneberger Verlag).

Harte, nach deutschem Geschmack aggressive Wahlkämpfe erlebten die Vereinigten Staaten von Amerika immer wieder. Nicht erst die Präsidentschaftskandidaten jüngerer Zeit setzten während ihrer Kampagnen Mittel ein, die vielleicht nicht unbedingt dazu beitrugen, nach dem Wahltag aufeinanderzuzugehen und im Tagesgeschäft den Schulterschluss zu suchen. Schon kurz nach Etablierung des nordamerikanischen Bundesstaates kam es daher zu heftigen Auseinandersetzungen.
Als einer der härtesten Wahlkämpfe in der Geschichte der Staaten gilt der von 1800. Die Demokratisch-Republikanische Partei – aus ihr ging die heute noch bestehende Demokratische Partei hervor, derweil die Republikanische Partei erst 1854 auf das Parkett trat – schickte Thomas Jefferson ins Rennen, die Föderalistische Partei den amtierenden Präsidenten John Adams. Weiterlesen …

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Sänger ohne Ausbildung

Freitag, 12. April 2013 12:27

1973 erinnerte die Sowjetische Post an einen dunklen Bass, MiNr. 4097.

1973 erinnerte die Sowjetische Post an einen dunklen Bass, MiNr. 4097 (Abb. Schwaneberger Verlag).

19. Februar 1910, Opéra de Monte Carlo: Auf dem Spielplan steht „Don Quichotte“. Gemeint ist damit aber nicht das Ballett von Marius Petipa mit der Musik von Léon Minkus, erst recht nicht die sinfonische Dichtung von Richard Strauss. Vielmehr erwartet die Besucher in Monaco eine weitere Uraufführung des Romans von Miguel de Cervantes, Jules Massenets Oper, basierend auf einem Libretto Henri Cains. In der Hauptrolle sang ein Russe.
Fjodor Iwanowitsch Schaljapin gehörte zu den ersten Sängern, die sich mit den dargestellten Figuren auch psychologisch beschäftigten. Nicht nur musikalisch arbeitete er sich intensiv in seine Rollen ein, sondern versuchte auch, die Handlungen der Figuren intellektuell nachzuvollziehen. Dank dieser intensiven Vorbereitung vermochte er darstellerisch seinen musikalisch ohnehin überzeugenden Auftritt zu verstärken. Sein dunkler, kraftvoller Bass harmonierte mit seiner hünenhaften Gestalt. Weiterlesen …

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Der König des Chicago-Blues

Donnerstag, 4. April 2013 11:13

Muddy Waters auf Briefmarke aus den USA 1994Ob er genau vor 100 Jahren geboren wurde, ist nicht ganz sicher, hatte er doch in den 50er-Jahren behauptet, im Jahre 1915 geboren zu sein, in den 30er-Jahren allerdings auf offiziellen Dokumenten 1913 als Geburtsdatum angegeben. Sicher ist nur der Tag: an einem 4. April, vermutlich im Jahr 1913, wurde McKinley Morganfield im amerikanischen Bundesstaat Mississippi geboren. Der Junge spielte, wie so viele Kinder, gerne im Schlamm (mud), sodass ihn seine Großmutter „Muddy“ nannte, Spielkameraden ergänzten ein „Waters“, und das ist der Name, der haften blieb, und mit dem er sich in die Musikgeschichte einschrieb: „Muddy Waters“. Blues war die Musik im Delta des Mississippi und den Blues lernte er natürlich auch zu spielen, erst auf der Mundharmonika, dann auf der Gitarre, wo er sich besonders auf den „bottleneck style“ konzentrierte.

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In einem Ring aus Feuer

Montag, 25. März 2013 12:32

Briefmarke-Johnny-CashHeute vor 25 Jahren nahm Johnny Cash einen der berühmtesten Songs in der Geschichte der Country-Musik auf: „Ring of Fire“ wurde fast sofort ein Hit und Cashs größter Chartserfolg. Geschrieben hatte den Song June Carter, Cashs spätere Frau, zusammen mit Merle Kilgore bereits im Jahr 1962. Carter und Cash waren seinerzeit noch mit jeweils anderen Partnern verheiratet, und Carter beschrieb, wie sie sich in der Nähe des wilden und von Drogen abhängigen Johnny Cash fühlte und wie sehr sie sich dennoch zu ihm hingezogen fühlte. Ihre Schwester Anita veröffentlichte den Song zunächst unter dem Titel „(Love’s) Ring of Fire“, doch erst die Version von Johnny Cash mit den Mariachi-Trompeten wurde ein Welthit. Cash und Carter heirateten am 1. März 1968. Johnny Cash, der „Man in Black“, der am 12. September 2003 im Alter von 71 Jahren starb, wird in diesem Jahr in den USA mit der Herausgabe einer Sondermarke geehrt.

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